- Seitlicher Hüftschmerz über dem Trochanter major
- Schmerz beim Liegen auf der betroffenen Seite
- Schmerz beim Treppensteigen und längerem Gehen
- Zunahme bei gekreuzten Beinen und beim Sitzen mit adduzierter Hüfte
- Kein oder nur geringer Ruheschmerz
Die Glutealsehnentendinopathie ist eine häufige Ursache für seitliche Hüftschmerzen, besonders bei Läufer:innen, Frauen in der Peri- und Postmenopause sowie Personen mit viel Sitzzeit. Betroffen sind die Sehnen des Gluteus medius und minimus an ihrem Ansatz am Trochanter major. Das klinische Bild wird oft mit einer Bursitis trochanterica verwechselt, diese ist jedoch meist Begleitbefund, nicht Hauptursache.
Klinisch: FADER-Test und Trendelenburg-Zeichen. Ultraschall zeigt Sehnenstruktur und Ansatzreizung direkt, differenziert von Bursitis trochanterica. MRT bei Unklarheit über Ausmaß des Sehnenschadens.
Progressives Kräftigungsprogramm der Abduktoren und Glutealmuskulatur als Erstmaßnahme. Belastungssteuerung: adduktionstreibende Positionen (gekreuzte Beine, Einsinken im Hüftstand) meiden. Stosswellentherapie 3–5 Sitzungen. PRP-Infiltration unter Ultraschallsicht bei Therapieresistenz.
Selten notwendig; endoskopisches Débridement bei komplettem Therapieversagen nach 6–12 Monaten.
Belastungssteuerung und gezieltes Kräftigungsprogramm der Glutealmuskulatur als Basis. Stosswellentherapie bei chronischen Befunden sehr wirksam. Ultraschallgezielte PRP-Infiltration bei ausgeprägter Ansatzreizung.
8–16 Wochen strukturiertes Kräftigungsprogramm. Return-to-Sport nach 3–6 Monaten je nach Ausprägung. Positionsgewohnheiten langfristig anpassen.
Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an einen Arzt.