- Tiefer, beidseitiger Leistenschmerz mit Lokalisation über der Symphyse
- Schmerz bei Einbeinstand, Sprint und Richtungswechsel
- Druckschmerz direkt über der Schambeinsymphyse
- Schmerz bei Adduktion gegen Widerstand
- Schleichender Beschwerdebeginn über Wochen bis Monate
Eine Reizung oder Entzündung der Schambeinsymphyse, häufig bei Fussballer:innen, Läufer:innen und Schwimmer:innen. Entsteht durch repetitive Zug- und Scherkräfte an der Symphyse. Schleichender Beginn mit tiefen Leistenschmerzen, die bilateral auftreten können.
Klinischer Druckschmerz über der Symphyse. MRT Becken ist Goldstandard, zeigt Knochenmarködem, Knochenläsionen und Symphysenerguss. Röntgen oft unauffällig im Frühstadium.
Belastungspause 4–8 Wochen. Gezieltes Kräftigungsprogramm der Adduktoren, des Rectus abdominis und der Rumpfstabilisatoren. Infiltration der Symphyse mit Kortison oder PRP bei schwerer Symptomatik. Schrittweiser Return-to-Sport.
Nur bei therapieresistentem Verlauf über 6 Monate: arthroskopisches Débridement oder offene Symphysenreinigung, selten notwendig.
Diagnose klinisch und per MRT (Knochenmarködem der Symphyse). Konservative Therapie ist Mittel der Wahl: strukturierte Belastungspause, gezielte Kräftigung der Rumpf- und Adduktoren-Muskulatur. Infiltration bei persistierendem Befund möglich.
Konservativ: 8–16 Wochen strukturiertes Aufbauprogramm. Vollständige Rückkehr zum Wettkampfsport nach 3–6 Monaten. Ursachenanalyse (Trainingsbelastung, Biomechanik, Beckenstatik) essentiell zur Prävention.
Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an einen Arzt.