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ERMÜDUNGSFRAKTUR (STRESSFRAKTUR)

Weiteres, Diagnose 02
ERMÜDUNGSFRAKTUR (STRESSFRAKTUR)
  • Belastungsschmerz an einer umschriebenen Stelle, besser in Ruhe
  • Druckschmerz auf dem Knochen direkt palpierbar
  • Schwellung und Wärme im Bereich der Fraktur möglich
  • Zunahme der Beschwerden bei anhaltender Belastung
  • Bei Hochrisiko-Lokalisationen (Kahnbein, Oberschenkelhals): Schmerz auch in Ruhe

Ermüdungsfrakturen entstehen durch repetitive Belastung ohne ausreichende Erholung, der Knochen kann die kumulative Mikro-Traumatisierung nicht mehr ausgleichen. Häufig betroffen: Mittelfußknochen (Marschfraktur), Schienbeinkante, Kahnbein (Naviculare), Oberschenkelhals. Besonders gefährdet sind Ausdauersportler:innen bei rascher Trainingssteigung und Athletinnen mit dem weiblichen Athleten-Trias (RED-S).

Klinischer Druckschmerz. Röntgen initial, MRT bei negativem Röntgen und klinischem Verdacht, MRT ist sensitiver und erlaubt Gradeinteilung (Fredericson-Klassifikation). Knochenszintigraphie als Alternative bei MRT-Kontraindikation.

Konservativ

Niedrigrisiko-Lokalisationen (Mittelfuß, Schienbein): Belastungsreduktion, Orthese oder Unterschenkelgips je nach Schwere, Cross-Training (Schwimmen, Radfahren). Rückkehr zum Laufen nach 6–8 Wochen schrittweise. Ursachenanalyse (Training, Ernährung, Biomechanik) obligat.

Operativ

Bei Hochrisiko-Lokalisationen (Oberschenkelhals, Os naviculare, Olecranon, Patella): operative Stabilisierung empfohlen, da Risiko der Komplettfraktur hoch. Wir koordinieren die rasche Weiterleitung.

Anamnese (Trainingshistorie, Ernährung, Menstruationszyklus) und klinische Untersuchung. Röntgen zeigt Stressfrakturen oft erst nach 2–3 Wochen, bei Verdacht MRT als Mittel der Wahl. Wir koordinieren die Bildgebung und erstellen einen strukturierten Return-to-Sport-Plan.

Zeitachse

Niedrigrisiko: 6–8 Wochen Schonung, dann schrittweise Belastungssteigerung über 4–6 Wochen bis zur vollen Laufbelastung. Hochrisiko nach OP: 3 Monate bis Return-to-Sport. Ursachenkorrektur (Trainingsplanung, Ernährungsberatung bei RED-S) essenziell zur Prävention.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an einen Arzt.

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