- Schmerz vorne am Knie, besonders beim Sitzen (Kinozeichen)
- Knacken oder Reiben der Kniescheibe
- Schwellung rund um die Kniescheibe
- Instabilitätsgefühl bei Belastung und Treppensteigen
- Sichtbares Herausspringen der Kniescheibe (bei Luxation)
Die Kniescheibe gleitet in einer Rinne am Oberschenkelknochen, bei Fehlstellung oder muskulärem Ungleichgewicht verschiebt sie sich nach aussen (Lateralisierung) oder springt vollständig heraus (Luxation). Jede Luxation schädigt den Knorpel und erhöht das Risiko für eine Arthrose.
Klinisch: Apprehension-Test und Beurteilung des Q-Winkels. Ultraschall kann den Knorpel hinter der Kniescheibe teilweise beurteilen. Röntgen (Patellaschrägaufnahme) und MRT bei Knorpelbeteiligung oder nach Luxation, wir koordinieren die Bildgebung.
Gezieltes Kräftigungsprogramm für den medialen Quadrizeps (VMO), Tape-Anlage zur Patellazentrierung, Einlagen bei Fussfehlstellung. Gute Erfolgsrate bei erstmaliger (und v.a. traumatischer) Luxation und stabiler Anatomie.
Bei rezidivierenden Luxationen oder strukturellen Ursachen: MPFL-Rekonstruktion, in seltenen Fällen Korrekturosteotomie. Wir besprechen den richtigen Zeitpunkt und koordinieren die Weiterleitung.
Klinische und sonographische Beurteilung der Patellastellung und des Gleitwegs. Konservativ: gezieltes Kräftigungsprogramm für den Vastus medialis. Bei rezidivierenden Luxationen koordinieren wir die operative Planung (MPFL-Rekonstruktion oder Trochlea Plastik) zeitnah.
Konservativ: Return-to-Sport nach 8–12 Wochen gezieltem Training. Nach MPFL-Rekonstruktion: Orthese für 6 Wochen, Vollbelastung ab Woche 8, sportartspezifisches Training ab Monat 4, Return-to-Sport ab Monat 6.
Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an einen Arzt.