- Hörbares Knacken oder Knall zum Zeitpunkt der Verletzung
- Rasche Schwellung des Kniegelenks (Hämarthros innerhalb von Stunden)
- Instabilitätsgefühl, Knie gibt bei Belastung nach
- Schmerz bei Rotation und seitlichen Richtungswechseln
- Eingeschränkte Streckung und Beugung
Das vordere Kreuzband (VKB) ist die häufigste schwere Knieverletzung im Sport, typisch bei abrupter Rotation, Überstreckung oder direktem Kontakt. Das Gelenk verliert seine rotatorische Stabilität, was bei Hochleistungssport meist nicht kompensierbar ist. Das hintere Kreuzband (HKB) reisst seltener, meist durch direkte Krafteinwirkung auf das gebeugte Knie.
Klinisch: Lachman-Test und vorderer Schubladentest, damit lässt sich der Riss mit hoher Sicherheit nachweisen. Ergänzend Ultraschall zum Ausschluss von Begleitverletzungen (Meniskus, Kollateralbänder). MRT zur Sicherung der Diagnose und Beurteilung von Begleitschäden, wir koordinieren die Überweisung.
Geeignet für Patienten mit niedrigem Belastungsanspruch, ältere Sportler:innen oder stabile Knie ohne funktionelle Instabilität oder Begleitverletzungen. Strukturiertes Physiotherapieprogramm zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur, propriozeptives Training und Orthese bei Bedarf. Return-to-Sport ab 4–6 Monaten möglich, jedoch mit verbleibender Instabilität im Hochleistungsbereich.
Für junge, sportlich aktive Patienten mit Instabilität und Ziel der Rückkehr in den Sport. Kreuzbandrekonstruktion mit körpereigener Sehne (Quadrizepssehne oder Semitendinosus). Wir koordinieren die Weiterleitung und begleiten präoperative Vorbereitung sowie die gesamte Rehabilitation.
Wir führen klinische Tests (Lachman, Schubladentest) durch. Gemeinsam besprechen wir offen, ob eine Operation sinnvoll ist, abhängig von Sportart, Alter und persönlichem Anspruch. Wir koordinieren die MRT und vermitteln bei Bedarf rasch an einen erfahrenen Operateur. Für jeden Patienten erstellen wir einen individuellen Rehaplan, der die einzigartige Kombination aus Trainingsclub, Physiotherapie und ärztlicher Begleitung unter einem Dach nutzt. Diese Verzahnung ermöglicht rasche Fortschritte und ist in dieser Form einzigartig in Vorarlberg.
Individuell unterschiedlich. Grob: Woche 1–2: Schwellungsreduktion, passive Mobilisation, Gangschulung mit Krücken. Woche 3–8: Aktiver Muskelaufbau, Vollbelastung, Radfahren ab Woche 6. Monat 3–6: Intensiv Kraft, Koordination und propriozeptives Training, leichtes Joggen. Monat 5–6: Sportartspezifisches Training, Richtungswechsel. Monat 9–12: Return-to-Sport nach operativer Versorgung, abhängig von Sportart und individuellem Befund.
Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an einen Arzt.